Husmann, B. (2009): Besser als nur rumsitzen und nichts tun? Über Achtsamkeitsarbeit, Autogenes Training und Salutogenese

Husmann, B. (2009): Besser als nur rumsitzen und nichts tun? Über Achtsamkeitsarbeit, Autogenes Training und Salutogenese
Dateigröße:
377.72 kB
Autor:
Björn Husmann
E-Mail:
praxis[at]bjoern-husmann[dot]de
Datum:
21. Oktober 2016
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Björn Husmann

Besser als nur rumsitzen und nichts tun? Über Achtsamkeitsarbeit, Autogenes Training und Salutogenese

Achtsamkeit bedeutet zunächst nicht mehr, als in wachem Beobachten der dahinfließenden Gegenwart gelassen zu verharren, was zu einem kontemplativ-meditativen Bewusstseinszustand führen kann. Regelmäßig praktiziert, fördert dies eine „metacognitive awareness“ und eine durch Akzeptanz, Respekt sowie Nicht-Wertung geprägte Lebenshaltung. Achtsamkeitsarbeit gilt deshalb im spirituellen Kontext als ein wichtiges „Werkzeug“ zur Überwindung irdischen Leids und führt u.U. zu Erlösung und Erleuchtung. Könnte Achtsamkeit dann nicht auch das Potential haben, eine universelle Komponente seelischer Veränderung und eine Basiskonstante psychotherapeutischen Wirkens zu sein? Jedenfalls befassen sich verschiedene psychotherapeutische Schulen schon seit längerer Zeit mit Achtsamkeitskonzepten (das wird im aktuellen Diskus manchmal ausgeblendet, so dass der Eindruck entstehen kann, als wolle da jemand „alten Wein in neuen Schläuchen“ und unter eigenen Namen verkaufen). In neuerer Zeit hat das Forschungsinteresse allerdings nochmals einen qualitativen Sprung gemacht, denn für bestimmte - weltlich orientierte und standardisierte - Formen der Achtsamkeitsarbeit konnten viele heilsame Wirkungen empirisch nachgewiesen werden. Diese Aspekte werden - z.T. überblicksartig - im ersten Teil dieses Aufsatzes referiert, wobei auch die Frage diskutiert wird, ob Achtsamkeit eigentlich Achtsamkeit bleibt, wenn sie zielgerichtet als Therapeutikum eingesetzt wird. Im zweiten Teilen sollen dann Zusammenhänge zum Salutogenese-Konzept von Aron Antonovsky aufgezeigt werden. Der dritte Teil beschäftigt sich schließlich am Beispiel des Autogenen Trainings (Grund-, Fortgeschrittenen- und Oberstufe) mit Überschneidungen aber auch Unterschieden zwischen Achtsamkeitsarbeit und westlichen Entspannungsverfahren. Davon ausgehend werden Ansätze entwickelt, wie Erkenntnisse über Achtsamkeitsarbeit das Autogenen Training bereichern und salutogene Ressourcen stärken könnten.

Schlüsselworte: Achtsamkeit (Gestalttherapie, mindfulness based stress reduction/MBSR, Richtlinienverfahren), Salutogenese, Ressourcenaktivierung, Autogenes Training (Grundstufe, Fortgeschrittenenstufe, Oberstufe

Veröffentlichung in: Entspannungsverfahren 2009, Zeitschrift der Psychologischen Fachgruppe Entspannungsverfahren, Autogenes Training, Progressive Relaxation, Hypnose, Biofeedback (Hrsg.) - Ausgabe 26, 36–91; Lengerich: Pabst Sc. Publ.

 

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