Diese anerkannte Fort-/Weiterbildung ist ein Angebot für...

  • Ärztinnen und Ärzte, die AT im Rahmen ihrer Weiterbildung (z.B. "Psychosomatische Grundversorgung", "Psychiatrie", "Psychotherapie") kennenlernen wollen,
  • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die das Angebotsspektrum ihrer Praxis um dieses "übende Verfahren" erweitern möchten,
  • Psychologinnen und Psychologen (Diplom, Master, Bachelor, Magister), die eine anerkannte Fortbildung suchen, um AT z.B. im ReHa- oder Präventionsbereich für Krankenkassen, Volkshochschulen o.a. Institutionen anbieten zu können und
  • im Einzelfall Angehörige anderer Gesundheits- und Sozialberufe (nachweisliche, gute Kennt­nis­se in klinischer Psychologie, Psychopatho­logie, Gruppen­dyna­mik und Krisen­intervention voraus­ge­setzt).

 

Autogenes Training (AT) ist ein sehr effek­tives Selbst­hilfeverfahren zur systematischen, körperlich-seelischen Tiefenentspann­ung, das die persön­liche Unabhängigkeit beson­ders betont und fördert. Es wurde vor etwas mehr als 100 Jahren von Prof. Dr. J. H. Schultz als Möglichkeit der „kon­zen­tra­tiven Selbstentspannung“ aus der Hypnose heraus entwickelt.

AT ermöglicht den Praktizierenden eine Verbesse­rung ihrer Spannungsregulation und einen Aus­bau von Stressresilienz, Gelassen­heit sowie Achtsamkeit. Es fördert die Salu­to­ge­ne­se und stärkt das persönliche Wohlbefinden. Außerdem hat es positive, in zahlreichen klinischen Studien nachgewiesene Effekte bei der Linde­rung einer großen Anzahl von psychischen, psychosoma­­tischen aber auch körperlichen Beschwerden. Deshalb hat es nicht nur innerhalb der Prävention und Rehabilitation einen festen Platz im Gesundheitswesen, sondern auch als aktives Basis(psycho)therapeu­ti­kum.

Zur Fortbildungskonzeption

Die AT-Fort-/Weiterbildung gliedert sich in...

  • einen Kursteil, bei dem an drei Freitagsterminen die sechs Grundübungen des AT sowie die dazugehörige Theorie, Methodik und Didaktik die Schwerpunkte bilden werden und
  • einen Wochenend-Termin (Fr+Sa), an dem vertiefende Übun­gen der Fortgeschrittenen– und Oberstufe aber auch Themen wie z.B. (Kontra‑)Indikation oder die Reflexion pro­duktiven vs. unproduktiven An­lei­­tungs­­verhaltens im Mittel­punkt stehen werden. 

Die aktuellen Termine erfahren Sie hier.

Zwischen den beiden Kursteilen ist es nötig, erste Erfahrungen mit der AT-Anleitung zu sammeln und zu dokumentieren, die dann am Abschluss-Wochenende reflektiert und supervidiert werden.

In der 32 Unterrichtseinheiten umfassenden Fort-/Weiterbildung werde ich das AT in seiner modernen, offenen Form ver­mitteln. Dabei sind mir die verbindliche, dialogische Arbeit in der Gruppe sowie eine Atmosphäre der „heiteren Gelassenheit“ wichtig, sodass die Fort-/Wei­ter­bildung zu einer entspannten und entspannenden Erfahrung wird.

Den Erwerb einer fundierten AT-Qua­lifikation verstehe ich vor dem Hintergrund von mehr als 30 Jahren eigener AT-Praxis und der Leitung vieler Fortbildungen in diesem Bereich einerseits als einen fachlich-wissensmäßigen Lern­prozess, den ich durch Präsentationen und Hand­outs unterstützt werde.

Anderer­seits wird das Potential des ATs als systematisches Ent­span­nungsver­fahren nur mit aus­­rei­chen­der Selbst­erfahrung wirklich begreiflich. Des­halb ist es sinnvoll, dass die Teil­neh­mer und Teilnehmerinnen das AT zwischen den Terminen selbsttätig trainieren und im eigenen Alltag anwenden. Dadurch wird nicht nur die per­­­sön­li­che Entspannungs­fähigkeit gefördert, sondern vor allem wird ein rea­listischer Blick auf die Si­tuation von Pa­tien­ten und Patientinnen möglich.

 

Zielgruppen

Die AT-Fort-/Weiterbildung richtet sich an...

  • Ärztinnen und Ärzte z.B. in Weiterbildung „Psychiatrie“, „Psychotherapie“ oder „Psychosomatische Grundversorgung“ und
  • Psychot­hera­peutinnen und ‑therapeuten, die eine zusätzliche Abrechnungs­geneh­mi­gung für „übende Verfahren“ erwerben möchten.

Durch die AT-Fort-/Weiterbildung werden für diese Zielgruppen die Vorgaben der ärztlichen Weiterbildungsordnung abgedeckt, d.h. 16 Doppelstunden bei mindestens sechs Monaten Dauer (aufgrund der hohen Dynamik der formalen und inhaltlichen Änderungen im Bereich ärztlicher Fortbildung wird empfohlen, die Aner­ken­nungs­mög­lichkeit bei der jeweilige Landesärztekammer im konkreten Fall abzuklären). Wie in den vergangenen Jahren ist außerdem geplant, die Fortbildung bei der Psychotherapeutenkammer zwecks Fortbildungspunkten zu akkreditieren.

  • Pychologinnen und Psychologen (Diplom, Master, Bachelor, Magister), die sich ein berufliches Stand­bein im Präventions- oder Reha-Bereich aufbauen wollen sowie
  • im Einzelfall Gesundheits- und Sozialberufe (nachweisliche, gute Kennt­nis­se in klinischer Psychologie, Psychopatho­logie, Gruppen­dyna­mik und Krisen­intervention voraus­ge­setzt)

Hinsichtlich dieser Zielgruppen werden die einschlägigen AT-Richt‑ und Leitlinien der Deut­schen Ge­sell­schaft für Ent­spannungs­verfahren ebenfalls be­rück­sich­tigt. In Folge dessen kann die Teilnahme­beschei­ni­gung bei der Bean­tra­gung eines Qualifikations­nachweises der DG-E z. B. zum Kursleiter/zur Kursleiterin für „Autogenes Training (Grund­stufe/Er­wachsene)“ genutzt werden.

 

Bei Interesse oder Nachfragen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.